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Heinz Sandauer Dirigiert Querschnitt Aus

Chartsmaster |
Klassik
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Beschreibung

Heinz Sandauer dirigiert einen großen Querschnitt aus „Viktoria und ihr Husar“ von Paul Abraham. Eine Aufnahme mit einem großen Wiener Operettenorchester aus den 1950er-Jahren. Prof. Heinz Sandauer hat möglicherweise noch die Originalfassung der Operette 1930/31 in Wien kennengelernt, denn er war damals schon daselbst als Dirigent tätig. Weiteres über sein interessantes Leben (er wurde auch als Astrologe bekannt), erfahren Sie bei Wikipedia.

Sänger dieser Aufnahme sind Sári Barabás, Maria Mucke, Hedy Fassler, Rudolf Christ, Toni Niessner sowie ein Operettenchor aus Wien.

Das aufregende Leben Abrahams, das durchaus auch tragikomische Züge aufweist, wird in der einzigen Buchbiographie über ihn ausführlich beschrieben: „Klaus Waller: Paul Abraham. Der tragische König der Operette.“ ISBN 978-3-7357-6311-2. In allen stationären und Internetbuchhandlungen bestellbar.

Zum musikhistorischen Kontext: Die Originalpartituren (die ohnehin eine ganz spezielle Form hatten) der Paul-Abraham-Operetten galten nach seiner Flucht vor den Nationalsozialisten als verschollen. Seit sie vor ein paar Jahren wieder aufgefunden und von den Musikwissenschaftlern Henning Hagedorn und Matthias Grimminger in spielbare Versionen im Stil der Entstehungszeit gesetzt wurden, gibt es wieder einen neuen Siegeszug der Abraham-Operetten.

Aber auch in der Nachkriegszeit waren Paul-Abraham-Melodien ungeheuer populär. Sie gehörten bis zur Verdrängung durch Rock und Pop untrennbar zur bundesdeutschen Unterhaltungskultur und wurden im Rundfunk und später im Fernsehen häufig gespielt. Auch gab es unzählige Plattenaufnahmen auf Vinyl. Die Popularität der Lieder wird auch dadurch sichtbar, dass sie unter anderem von vielen Schlagerstars der damaligen Zeit – wie etwa von Conny Froboess, Rex Gildo oder Caterina Valente - gesungen wurden.

Die damaligen Orchesterleiter und Arrangeure behalfen sich über das Fehlen der Originalpartituren hinweg, indem sie die Melodien im Stil der aktuellen Zeit neu arrangierten. Im Vergleich zu den Originalaufnahmen unter Abrahams Leitung meist etwas sehr gefällig, sehr melodisch, zu wenig anarchistisch und dadaistisch – aber in die heile Nachkriegswelt passten die Interpretationen wie die damals populären Heimatfilme und die Nierentische. Und die reinen Melodien wirken ohnehin in (fast) jedem Arrangement...

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